Meldung beim Datenverarbeitungsregister



SA003 Mitgliederverwaltung
SA003 Mitgliederverwaltung

Für meldepflichtige Datenanwendungen muss vor Inbetriebnahme der Anwendung eine Meldung an das Datenverarbeitungsregister (DVR) erstattet werden.

Wann besteht Meldepflicht?


Grundsätzlich hat jeder Auftraggeber jede Anwendung zu melden; die Ausnahme sind in § 17 Abs. 2 DSG 2000 aufgezählt.

Nicht meldepflichtig sind Datenanwendungen, die ausschließlich veröffentlichte Daten enthalten (zum Beispiel Grundbuch, Firmenbuch, in Medien veröffentlichte Bilanzdaten). Datenanwendungen, die von natürlichen Personen ausschließlich für persönliche oder familiäre Tätigkeiten vorgenommen werden, sind auch nicht meldepflichtig, also zum Beispiel ein Organizer mit privaten Telefonnummern.

Eine weitere Ausnahme von der Meldepflicht besteht für Anwendungen, die einer Standardanwendung entsprechen. Eine Standardanwendung ist wie eine Meldung beim Datenverarbeitungsregister aufgebaut, ist in einer Verordnung abgebildet und ersetzt die Meldung. Bitte prüfen Sie, ob eine Standardanwendung auf Ihren Fall zutrifft, bevor Sie sich darauf berufen.

Die folgende Standardanwendung ist die wichtigste für Vereine:

SA003 Mitgliederverwaltung (von Vereinen)

In der Standardanwendung sind

- Zweck der Datenanwendung
- Höchstdauer der zulässigen Datenaufbewahrung
- Empfängerkreise

für die unterschiedlichen Personengruppen geregelt (Mitglieder, Funktionäre und Förderer).

Wenn ihre Mitgliederverwaltung diesen Anforderungen entspricht und sie nicht mehr Daten als in der SA003 angegeben von den betroffenen Personengruppen verwalten (analog oder digital) besteht keine Meldepflicht bei der Datenschutzbehörde.

                                                 
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